Donnerstag, 17. Oktober 2013

Blauer Herbsteisenhut

"Eisenhut - Stehe zu Diensten"
Er wird seiner Bedeutung in der Blumensprache zur Zeit mehr als  gerecht.

 Wenn kaum mehr neue Blüten im Garten zu erwarten sind, hat er seinen grossen Auftritt, selbst bei grauem Wetter sind seine Blüten nicht zu übersehen.
Stolz trägt er seine blauen Hutkappen.
 Der Eisenhut ist ein Relikt aus der Eiszeit und entfaltet seine Blütenerst in  den kühleren Herbsttagen.

Der Herbsteisenhut (Aconitum carmichaelii) Eisenhut gehört zu den giftigsten Pflanzen überhaupt, das Gift kann bereits über die intakte Haut aufgenommen werden. Der Blaue Eisenhut ist eine jener Giftpflanzen, deren Substanzen während Jahrhunderten für Morde eingesetzt wurden.




Der Blaue Eisenhut
Gar üppig blüht der Eisenhut,
Er strotzt vor Gift und Lebenskraft.
So fesch zu sein ist schön und und gut,
Doch weh', es friert der Stängelsaft.

Dann schrumpelt selbst ein eis'ner Hut,
Welkt hin, obwohl er doch metallen.
Man merkt, der milde Sommer ruht,
Von Herbstgedanken schon befallen.

Sein Giftfeind, vulgo Digitalis,
Verhöhnt des Frostgebeugten Not,
Er freut sich, dass der Blaue kahl is,
Und weiss nicht, was ihm selber droht.
c:Ingo Baumgartner

Kommentare:

Frau Sonnenhut hat gesagt…

Guten Morgen Juralibelle,
blaue Pflanzen haben es mir besonders angetan. Ganz herrlich dein Eisenhut. Hatte auch zwei Stück in meinem Garten angesiedelt, einen „normalen“ und einen hohen Herbsteisenhut. Habe beide im strengen Winter 2011/2012 verloren. Schade. Vielleicht versuche ich es noch einmal.

Einen schönen Donnerstag wünscht dir
Uschi

Steinigergarten hat gesagt…

Das sieht so aus, als wenn das eine ideale Staude für meinen etwas kälteren Garten wäre, aber ich werde vorerst wegen der Kinder davon Abstand halten.

LG Sigrun

SchneiderHein hat gesagt…

Der ist auch so ein Highlight im Herbstgarten, der bei uns leider nicht zeitig genug aus der Erde kommt, um den Nacktschnecken davonzuwachen ... Nach dem dritten Staudentopf musste ich einsehen, dass ich mich lieber an diesem Eisenhut im sonnigen Nachbargarten erfreuen sollte. Und an einem windig-grauen Novembertag leuchtet er mir nun hier entgegen :-)
LG Silke