Freitag, 24. Januar 2014

Trister Januar

Was hat sich nur der Januar gedacht, Dass er uns so wenig lacht?
Das einzige, das sich bemerkbar macht, Ist die Krähe auf dem Dach.
© Monika Minder



In diesem Jahr ist der Januar  besonders grau und trüb.







Der Schnee ist zur Mangelware geworden..













.....die Zwiebelblumen spriessen bereits ....



... und die Hornveilchen haben noch gar nicht mit Blühen aufgehört.

Was wohl die kommenden Monate bringen werden..........

Donnerstag, 16. Januar 2014

Feldgrille ist das Tier des Jahres

Die Feldgrille gehört zu den Tieren die wir im Juragarten sehr gerne beobachten und etwas faszinierendes ausstrahlen. Wir sind stolz sie zu unseren treuen Gartentieren zu zählen. Die kleinen "Kobolde" scheinen geniesser zu sein, denn sie frönen ausgiebig dem Sonnenbad auf ihren Eingangsterassen, wo sie mit etwas Geduld auch zu beobachten sind. Ihr Zirpen ist der Soundtrack des Sommers. Äusserlich gleichen sie eher einem Alien.
 
Pro Natura kürt mit der Feldgrille (Gryllus campestris) zum Tier des Jahres 2014 und widmet ihnen den nachfolgenden Text. (Die Bilder sind alle im Jura-Garten aufgenommen)

video
 Der Gesang der Feldgrille. Quelle: YouTube/Oceanbreezefanatic.

Die lautstarke Wiesenbewohnerin
Die Feldgrille ist bekannt für ihre musikalische Ader: Ihr unermüdliches Zirpen dominiert von den ersten warmen Frühlingstagen bis in den August hinein so manches Wiesenkonzert. Die Künstlerinnen selbst bleiben dem Publikum jedoch meist verborgen. Oder besser gesagt: die Künstler. Denn es sind die Grillenmännchen, die mit lautem «Zri, zri, zri» versuchen, Weibchen anzulocken und Nebenbuhler abzuschrecken. 

Befrackte Dickköpfe
Die Feldgrille ist eine von über 100 Heuschreckenarten in der Schweiz. Wer nun an einen filigranen grünen Hüpfer denkt, liegt falsch: Die 18 bis 27 mm grosse Feldgrille ist vielmehr schwarz und bullig, mit kugeligem Kopf und bräunlichen, schwarz geäderten Flügeln.
Die Flügelbasis ist besonders bei den Männchen dunkelgelb gefärbt. Die Unterseite der Hinterschenkel leuchtet rot. Die Weibchen sind an ihrer langen, schlanken Legeröhre zu erkennen.
Trotz ihrer Flügel können Feldgrillen nicht fliegen. Die Tiere sind aber flinke Läufer. Auf ihrem Speiseplan stehen Gräser und Kräuter, dazu kleinere Insekten und deren Kadaver. Feldgrillen ihrerseits sind willkommene Happen für grössere Vögel, Reptilien und Säugetiere wie Füchse, Spitzmäuse oder Hauskatzen.  

Erste Geige im Wiesenkonzert
Das Musizieren ist bei den Feldgrillen Männersache. Mit lautem «Zri, zri, zri» markieren
Grillenmännchen ihr Revier und weisen gleichzeitig paarungsbereiten Weibchen den Weg. Das Instrument der Violinisten sind ihre Vorderflügel. Auf deren Unterseite sitzen in einer Reihe rund 140 feine Zähnchen. Diese Schrillleiste streicht wie ein Kamm über eine glatte Schrillkante am Hinterrand des anderen Flügels. Eine Membran an der Flügelbasis verstärkt den Klang wie ein Lautsprecher. Die angehobenen Flügel und der Eingang zur eigenen Wohnröhre dienen als Schalltrichter. So ist der Gesang in offenem Gelände fast 100 Meter weit zu hören.

Die Grillenweibchen, selbst stumm, nehmen den Lockruf mit ihren winzigen, schlitzförmigen Hörorganen in den Vorderbeinen wahr. Überzeugt die Darbietung, krabbeln sie dem Partner entgegen. Sobald sich ein Weibchen nähert, wechselt das Männchen schlagartig das Thema und umwirbt die Angebetete mit leisem Liebesgeflüster. 
Bunker mit Terrasse
Eine zirpende Feldgrille zwischen den Grashalmen aufzuspüren, ist nicht ganz einfach. Die schreckhaften Insekten verstummen, sobald man sich ihnen nähert, und verschwinden blitzartig in ihren selbst gegrabenen Wohnröhren. Diese reichen unverzweigt bis 40 Zentimeter tief in die Erde.
Vor der Höhle legen die Tiere einen kleinen Vorplatz an, den sie laufend von Gräsern und Steinen befreien. Dieser dient den Männchen sowohl als Bühne für die musikalischen Darbietungen als auch als Arena für Rivalenkämpfe. Sobald sich ein fremdes Männchen auf den Platz wagt, stimmt der «Hausherr» einen schrillen Rivalengesang an. Reicht die akustische Drohung nicht aus, folgt die Peitsche: Die Kontrahenten schlagen sich ihre langen Antennen um die Köpfe, sie schubsen und beissen, bis einer der beiden das Feld räumt. 

  Jugend ohne festen Wohnsitz Feldgrillen paaren sich häufig vor dem Höhleneingang eines Männchens. Die Weibchen legen danach ihre Eier in die Erde ab, wo sie sich selbst überlassen bleiben. Nach zwei bis drei Wochen schlüpfen die kleinen Larven, die ihren Eltern bereits ähnlich sehen, aber noch keine Flügel tragen. Die Feldgrillenlarven vagabundieren den Sommer über umher, fressen und häuten sich bis zu zehnmal. Erst im Herbst werden die Jungen sesshaft: Sie graben sich eine Wohnröhre oder renovieren den verwaisten Gang eines Artgenossen. In diesem Quartier verbringen die Larven den Winter. Im nächsten Frühling wechseln sie noch ein- oder zweimal die Haut und sind etwa Anfang Mai erwachsen. 

 Leben in der Blumenwiese
Die Feldgrille ist in der Schweiz vor allem in milden Tallagen, an warmen und trockenen Standorten aber auch bis auf gut 1800 Meter ü. M. anzutreffen. Sie ist eine typische Bewohnerin sonniger, extensiv bewirtschafteter Wiesen, Weiden und Böschungen. Diese blütenreichen Lebensräume sind nicht nur ein Eldorado für Heuschrecken wie die Feldgrille, sondern auch für unzählige andere Tier- und Pflanzenarten.

Seit Mitte des letzten Jahrhunderts nehmen die Fläche und die Qualität artenreicher Blumenwiesen in unserer Landschaft jedoch stetig ab. Gründe dafür sind zum einen die Intensivierung der Landwirtschaft, zum andern das Verbuschen nicht mehr bewirtschafteter Steilhänge. So manche sonnige Lage wird zudem überbaut. Vielerorts ist das Zirpen der Feldgrille deshalb verstummt. Die Tiere sind innerhalb einer trocken-warmen Wiese zwar recht mobil, stossen ausserhalb aber schnell an Grenzen. So leben heute viele Populationen quasi auf Inseln, was die an sich häufige Art verletzlich macht.



 Pro Natura macht 2014 die Bühne frei für die scheuen Meistergeiger und wirbt so für mehr artenreiche Blumenwiesen in der Schweiz.
 http://www.pronatura.ch/tier-des-jahres-2014

Donnerstag, 9. Januar 2014

Wetteraussichten im Saturn Jahr

Im Reigen des Hundertjährigen Kalender ist dieses Jahr der Saturn im Mittelpunkt. Dieser Stern ist fast so etwas wie der Herr der Ringe im Sonnensystem.

Das Jahr des Saturn ist kalt und feucht, obwohl es auch ziemlich trockene Perioden gibt. Dennoch fallen grosse Regenmengen - besonders im August und den Herbst über, so dass insgesamt eine kalte und ungeschlachte Witterung vorherrscht. 


Frühling : Der Frühling ist sehr trocken und bis in den Mai hinein auch sehr kalt. Anfang April gibt es zwar einige wärmere Tage, danach fällt jedoch bis in den Mai wieder Kälte ein. Im Mai sind die Tage schön, die Nächte aber kalt, so dass sich trotz einiger Gewitterregen Dürre ausbreitet. Es gibt auch schädlichen Reif. Erst gegen Ende des Frühlings kommt ziemlich angenehmes und warmes Wetter auf, und auch Regen stellt sich ein. Gras und Blumen zeigen sich in diesem Frühjahr spät.

Sommer: Der Sommer ist zum grossen Teil kalt. Der August bringt über Wochen hinweg Dauerregen, er ist daher unfruchtbar. Zuvor war der Juli zwar über die Hälfte sehr warm und schön, im übrigen aber meist feucht mit Sturmwind und Platzregen. Dies gilt insbesondere, wenn der Sommer des vorhergehenden Mond-Jahres warm gewesen ist. Das Getreide ist also mit grosser Vorsicht einzubringen - Feiertage sollten nicht geschont werden.

Herbst: Der Herbst ist ebenfalls sehr kalt und feucht. Es gefriert frühzeitig, doch folgt bald wieder grosses Regenwetter. Wenn die Hälfte des Oktobers vorüber ist, fängt eine grosse Kälteperiode an. Im November ist es dann wieder feucht und ziemlich warm.

Winter: Der Winter ist anfänglich feucht mit Regen und starken Güssen. Gegen den 20. Dezember wintert es zu mit viel Schnee und Kälte. So geht es fort bis in den April. Man sollte sich daher mit genügend Futter für die Schafe versehen, weil sie in diesem Winter nicht ausgetrieben werden können. Ebenso sollte man auch mit Holz gut vorsorgen und es frühzeitig herbeischaffen lassen.