Jahreskreis

Für unsere Vorfahren und Ahnen war der Wandel von Sonne und Mond, der Wandel der Kräfte in der Natur und im Kosmos eingebunden. Das Leben wurde  in viel stärkerem Masse vom Rhythmus der Jahreszeiten bestimmt. Die Jahresfeste strukturierten das Jahr, liessen den Menschen der Veränderungen der Natur innewerden. 

Die Grundzüge der Aufteilung des Jahreskreises stammen aus der keltischen und germanischen Kultur, also örtlich gesehen aus unserer direkten ( = weitläufig europäischen) Umgebung.
Die acht grossen Jahresfeste sind eigentlich bewegliche Feiertage, auch wenn sie heutzutage zumeist an einem festen Datum begangen werden. Die vier Sonnenfeste werden an den Sonnenwenden (dem kürzesten und dem längsten Tag des Jahres) bzw. den Tagundnachtgleichen gefeiert. Die vier Mondfeste sind zwischen den Sonnenfesten angeordnet und fallen auf einen bestimmten Vollmond bzw. Neumond im Jahr.

Der Jahreskreis besteht also aus den 4 Kardinalpunkten, den Sonnenfeiern
Sommersonnwende (=Litha),  21. Juni
Wintersonnwende (=Jul) 21./22. Dezember
Frühjahrstagundnachtgleiche (=Ostara) 20./21. März
Herbsttagundnachtgleiche (=Mabonat),  21./22. September

Und dazwischen liegen die so genannten "Kreuz-Viertel-Tage"
die Mondfeste
Samhain (=Allerheiligen), 1. November, Jahresbeginn der Kelten
Imbolc (=Lichtmess), 2. Februar, "Geburt des Lichts", "Lichtbrauchnacht"
Beltane (=Walpurgis), 1. Mai, Beginn des Sommerhalbjahres
Lugnasad (= Maria Himmelfahrt), 1. August, "Hochzeit des Lichts"

Dass alle  keltischen Feste mit christlichen Festen überlagert wurden ist speziell bemerkenswert.

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